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Daten-Schnittstelle spart Zeit und verhindert Fehler
Die große Zahl an Kontrollen in der Lebensmittelbranche generiert täglich eine enorme Menge an Auftrags- und Produktdaten. Herkömmlicherweise müssen diese vor der Analyse erst von Hand in das Labor-interne Verwaltungssystem übertragen werden, sodass sich jede Probe einer Charge und einem Auftrag zuordnen lässt, bevor mit der Arbeit an den Proben begonnen werden kann.
Je nach Keimart und verwendeter Testmethode kann es bis zum Erhalt der Ergebnisse unterschiedlich lange dauern – von 24 Stunden bei Salmonellen, über zwei Tage für die Keimzahlbestimmung bis zu vier Tagen bei Untersuchungen auf Schimmel. Da die abschließende Auftragszusammenfassung erst mit allen Daten verschickt werden kann, müssen Lebensmittelbetriebe so mitunter tagelang auf die Freigabe ihrer Ware warten – ein Problem nicht nur für die Lagerhaltung und Logistik, sondern auch für den Frischegrad der Ware. Zudem müssen die Ergebnisse auch noch im betriebseigenen EDV-System dokumentiert werden, was zusätzliche Schreibarbeit mit der Gefahr von Eingabefehlern bedeutet.
Um diesen Aufwand zu vermeiden und die Wartezeiten bis zu den Ergebnissen und zur Freigabe der Produkte zu verkürzen, entwickelte LADR für das Edeka-Fleischwerk eine Schnittstelle zwischen deren Software MAIS (Mitteldeutsche Agentur für Informationsservice) und ihrer eigenen LISA (Labor-Informationssoftware für Analysten). „MAIS dient bei uns zur Bündelung unterschiedlichster Untersuchungsergebnisse und wird auch bei der Erstellung von Aufträgen eingesetzt“, erklärt Müller. Die hierin erfassten Daten werden elektronisch an LADR übermittelt und über die neue Schnittstelle direkt in die LISA eingelesen.
Unter anderem umfassen die Auftragsinformationen auch Kürzel für spezielle, von Edeka vorab definierte Prüfpläne, die die gewünschten Parameter, Richt- und Warnwerte enthalten, nach denen ein Produkt begutachtet werden soll. Die Labor-Informationssoftware generiert entsprechende Etiketten für das Auftragsblatt und die Proben sowie für die zu verwendenden Reagenzien und Agarplatten. Letztere umfassen unter anderem auch Angaben zur Agar-Bezeichnung, Verdünnung, Inkubationstemperatur und zur verwendeten Testmethode. Die notwendigen Arbeitsabläufe werden damit klar vorgegeben, sodass die Proben möglichst schnell und präzise bearbeitet werden können.
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