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Schneller Überblick und ndividuelle Auswertungen
Bei der Werteerfassung mikrobiologischer Ergebnisse gilt das Vier-Augen-Prinzip, wie Schütze darlegt: „Während ein Mitarbeiter die Platten abliest, trägt ein zweiter die Angaben in das EDV-System ein. Das Zählergebnis wird von beiden kontrolliert und erst dann freigegeben.“ Sobald alle Parameteruntersuchungen an einer Probe durchgeführt wurden, erfolgt die Freigabe der Gesamtprobe. Wurden die eingereichten Waren untersucht, kontrolliert der Abteilungsleiter oder dessen Stellvertreter die ermittelten Werte nochmals auf Vollständigkeit und Plausibilität, bevor zuletzt der Prüfbericht freigegeben wird. Dieser Bericht umfasst neben den Ergebnissen das Datum der Befunderstellung, den Auftragsidentifikationscode, Art, Herkunft und Bezeichnung der Probe, Angaben zum Mindesthaltbarkeitsdatum, zur Verpackung und dem Eingangszustand der Probe, Untersuchungsparameter, Angaben zu Grenzwerten und zu den verwendeten Verfahren sowie einen abschließenden Kommentar. Während die schriftliche Fassung dem Kunden per Kurier zugestellt wird, geht eine elektronische Version sofort an MAIS, das die Daten in einer Online-Datenbank verarbeitet und automatisch in das Labordatenmanagement des Edeka-Fleischwerks importiert. „Für uns bedeutet das eine erhebliche Zeitersparnis, da die Daten nicht mehr manuell eingegeben werden müssen“, so die Leiterin der Qualitätskontrolle. „Zudem werden Eingabefehler vermieden und wir erhalten einen stets aktuellen Überblick über die in Auftrag gegebenen und die untersuchten Proben, den wir nach eigenen Vorgaben auswerten können.“ Insgesamt sei die Zeit vom Versand der Proben bis zum Erhalt der Ergebnisse jetzt um ein bis zwei Tage kürzer.
Kürzere Wartezeiten dank Einzelergebnissen via Webinfo
Etwa zehn Prüfberichte erhält der Fleischereibetrieb täglich. Bei einem breiteren Testspektrum verzögern jedoch immer die langwierigeren Verfahren den Abschluss des Auftrags, während die Werte einiger Parameter mit schnelleren Kontrollmethoden schon längst vorlägen. Das Unternehmen nutzt daher bei Untersuchungen, die die Grundlage für die Produktionsfreigabe bilden, zudem täglich den Web-Info-Service von LADR. Dieser ermöglicht es, das jeweilige Ergebnis jeder einzelnen Probe online einzusehen, sobald diese im Labor ausgewertet und bestätigt wurde. „Je nach Ergebnislage können dann schon die nächsten Prozessschritte geplant werden“, erklärt Lebensmittelanalytiker Schütze. Um keine ganzen Chargen von Lebensmitteln zu verschwenden, könnte so z.B. Rohwurst mit Salmonellen noch zu anderen Produkten verarbeitet werden, bei denen die Keime durch Erhitzungsverfahren sicher abgetötet werden. Unbelastete Lebensmittel auf der anderen Seite können schneller und vor allem frischer in den Handel gehen. „Für uns bedeutet das noch mal einen Vorteil bei der Produktionsplanung und im Ablauf“, bestätigt Müller.
* *C. Gaßel: Pressebüro Gebhardt-Seele, 80636 München
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