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QS-Software Software-Schnittstelle verbindet Qualitätssicherungs- und Labor-EDV

| Autor / Redakteur: Christine Gaßel* / Dipl.-Chem. Marc Platthaus

Um den gesetzlichen Sicherheitsvorgaben zu entsprechen, sind freiwillige Selbstkontrollen für Lebensmittelhersteller unerlässlich. Gerade wenn Hersteller externe Labore in Anspruch nehmen, ist die stringente Datenübertragung enorm wichtig. Lesen Sie, wie spezielle Web-Interfaces bei einem großen Lebensmittelproduzenten wie das Fleischwerk Edeka Nord hierbei helfen kann.

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Abb. 1: Etwa 40 Proben gehen im Durchschnitt pro Woche aus dem Fleischwerk Edeka Nord an die Laborgemeinschaft LADR.
Abb. 1: Etwa 40 Proben gehen im Durchschnitt pro Woche aus dem Fleischwerk Edeka Nord an die Laborgemeinschaft LADR.
(Bild: Fleischwerk Edeka Nord)

Freiwillige Selbstkontrollen sind für Lebensmittelhersteller heute unerlässlich, um den gestiegenen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Insbesondere Laboruntersuchungen benötigen jedoch Zeit, während der die Waren nicht ausgeliefert werden können, Lagerplatz blockieren und im schlimmsten Fall verderben. Die Fleischwerk Edeka Nord GmbH, die sich selbst strenge Qualitätsrichtlinien auferlegt hat, analysierte daher zusammen mit einem externen Untersuchungslabor ihren gesamten Qualitätskontrollprozess. Seit September 2011 nutzt der Betrieb jetzt eine spezielle Schnittstelle zur Abteilung Lebensmittelanalytik der LADR GmbH. Das Labor kann so die Auftrags- und Probendaten direkt in sein EDV-System übernehmen und die Ergebnisse auch ebenso einfach an Edeka übermitteln. Die fehleranfällige mehrfache manuelle Eingabe wird dadurch überflüssig. Zudem ermöglicht ein Web-Info-Service, die einzelnen Probenauswertungen bereits frühzeitig einzusehen, sodass mit der Auslieferung nicht auf den vollständigen Ergebnis-Bericht gewartet werden muss.

Täglich wird beim Fleischwerk Edeka Nord das frische Fleisch aus der Zerlegung untersucht. „Hinzu kommen risikoorientierte Prüfungen unserer verschiedenen Wurstwaren“, berichtet Caroline Müller, Leiterin der Qualitätskontrolle. Zwiebelmett beispielsweise wird roh verkauft und verzehrt, weswegen es als besonders kritisch eingestuft wird.

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Die internen Qualitätsansprüche sind hoch und orientieren sich an den Anforderungen, die auch bei behördlichen Kontrollen gestellt werden. Insgesamt werden rund 40 Proben pro Woche per Spezialkurier ins Labor von LADR in Geesthacht verschickt. Die Bandbreite der zu prüfenden Waren reicht vom Rindersteak bis zur Gyrospfanne. Die Proben werden von den Lebensmittelexperten auf pathogene Keime untersucht. Im Fokus stehen dabei Salmonellen, die aerobe mesophile Keimzahl, Enterobakterien, E. coli und Koagulase-positive Staphylokokken. „Was kontrolliert wird, hängt vom jeweiligen Produkt ab“, so Dr. Burkhard Schütze, Laborleiter des Bereichs Lebensmittelanalytik bei LADR. „Zwiebelmett zum Beispiel wird immer auf Salmonellen und in regelmäßigen Abständen auf die anderen Erreger getestet.“

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