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LABORPRAXIS-Newsticker BASF legt Zahlen vor – Neues zu Evonik-Plänen?

Aktualisiert am 28.10.2026 Quelle: dpa 5 min Lesedauer

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Aktuelle Nachrichten aus der Laborbranche, Entdeckungen aus den Naturwissenschaften, Meldungen aus der Pharmaindustrie, der Energiepolitik und weitere branchenrelevante News finden Sie hier im LABORPRAXIS-Newsticker. Der Beitrag wird fortlaufend aktualisiert.

Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften(Bild:  viperagp - stock.adobe.com)
Aktuelle Nachrichten aus Labortechnik, Pharmaindustrie und den Naturwissenschaften
(Bild: viperagp - stock.adobe.com)

28.10. – BASF legt Zahlen vor – Neues zu Evonik-Plänen?

Ludwigshafen (dpa) 3:3 Uhr – Der weltgrößte Chemiekonzern BASF berichtet heute, wie viel Umsatz und Gewinn er im dritten Quartal erzielt hat. Das Ludwigshafener Dax-Unternehmen stemmt sich mit einem Konzernumbau, Sparprogrammen und Stellenabbau gegen die weltweite Branchenkrise in der Chemieindustrie.

BASF-Chef Markus Kamieth und Finanzvorstand Dirk Elvermann werden in einer Telefonkonferenz (10.30 Uhr) berichten, ob der Chemiekonzern seine Ziele erfüllt hat, und einen Blick auf das Jahresendgeschäft werfen. Erwartet wird auch, dass sich das Management zu den Übernahmebemühungen um den Essener Spezialchemiekonzern Evonik äußert.

Im dritten Quartal des vergangenen Jahres hatten die Ludwigshafener einen Umsatz von 15,2 Milliarden Euro erzielt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag damals bei 1,54 Milliarden Euro.

26.10. – Umfrage: Skepsis in Deutschland gegenüber neuartigen Lebensmitteln

Brüssel (dpa) 17:27 Uhr – Bei Lebensmitteln, die aus tierischen Zellen oder Teilen von Tieren gezüchtet werden, ist die Skepsis in Deutschland einer Umfrage zufolge groß. 67 Prozent der im Auftrag der EU-Kommission Befragten gaben an, dass sie sich beim Verzehr solcher Produkte unwohl fühlen würden. Im EU-Durchschnitt fallen die Vorbehalte etwas geringer aus (62 Prozent).

Untersucht wurde die Haltung zu verschiedenen sogenannten innovativen Lebensmitteln. Dazu zählen etwa Produkte aus tierischen Zellen oder neuartige pflanzliche Proteinprodukte. Für die Umfrage wurden EU-weit 26.456 Menschen ab 15 Jahren befragt. In Deutschland waren es 1.507 Menschen, die zwischen Mai und Juni persönlich interviewt wurden.

Am offensten zeigen sich die Befragten in Deutschland bei Lebensmitteln wie Obst und Gemüse, die mit modernen Techniken so entwickelt wurden, dass sie Dürre, Schädlingen oder extremem Wetter besser standhalten. 55 Prozent würden sich beim Verzehr solcher Produkte wohlfühlen (EU: 50 Prozent). Bei neuartigen pflanzlichen Proteinprodukten sind es 50 Prozent (EU: 47 Prozent), bei Lebensmitteln, die mithilfe von Mikroorganismen hergestellt wurden 49 Prozent (EU: 46 Prozent).

Insgesamt überwiegt dennoch eine zurückhaltende Haltung. 51 Prozent der Befragten in Deutschland haben eine negative Einstellung zu innovativen Lebensmitteln, 40 Prozent eine positive. Damit unterscheidet sich Deutschland kaum vom EU-Durchschnitt (EU: 51 beziehungsweise 39 Prozent).

Gleichzeitig sehen viele Befragte Vorteile. 66 Prozent in Deutschland stimmen der Aussage zu, dass Lebensmittelinnovationen Landwirten und Herstellern zusätzliche Möglichkeiten geben können, etwa um auf Klimawandel, Schädlinge, knappe Ressourcen oder Lieferprobleme zu reagieren (EU: 68 Prozent). 65 Prozent sehen Chancen für Forschung, Qualifikation und Arbeitsplätze in Europa (EU: 70 Prozent).

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20.10. – Roboter üben im virtuellen Umweltlabor von Currenta

Bonn, Berlin (Telekom) 12:36 Uhr – Roboter sollen im Umweltlabor des Chemieparkbetreibers Currenta künftig Routineaufgaben wie Pipettieren und Probenhandling übernehmen, auch bei gefährlichen Substanzen. Dafür testen Currenta, das Robotikunternehmen Wandelbots und T-Systems, ein Unternehmen der Deutschen Telekom, die Abläufe im Projekt Elara zunächst virtuell. Elara steht als Aktonym für („Environmental Laboratory Automation and Robotics for Analytics“). Die Partner stellen das Projekt noch bis 22. Oktober 2026 auf der Nvidia GPU Technology Conference in Berlin vor.

Das Prinzip lautet: erst simulieren, dann automatisieren. Die Roboter üben ihre Handgriffe in einem physikalisch basierten digitalen Zwilling, damit die Partner Fehler früh erkennen. Dazu wird die Robotiksoftware Nova mit der Simulationsumgebung Nvidia Isaac Sim kombiniert. Die Partner haben die Labor-Workflows bereits nachgebildet, ihre Wirtschaftlichkeit berechnet und den technischen Aufbau definiert. Nun prüfen sie, ob sich das Konzept mit realen Robotern umsetzen lässt.

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Die Herausforderung: Currenta verarbeitet kleinere Mengen unterschiedlicher Proben, etwa Wasser und Abwasser, mit wechselnden Arbeitsschritten. Vollautomatisierte Analytik gibt es bislang vor allem bei großen Mengen gleichartiger Proben, zum Beispiel in der klinischen Analytik.

Im Fokus steht die Arbeitssicherheit. Roboter sollen Mitarbeiter von repetitiven und potenziell gefährlichen Tätigkeiten entlasten. Zudem sollen sich Bearbeitungszeiten verkürzen und die Verfügbarkeit steigen. Die Mitarbeiter gewinnen dadurch Zeit für Bewertung und Beratung.

19.10. – Merck kauft britische Biotechfirma für knapp eine Milliarde

Darmstadt (dpa) 15:10 Uhr – Der Darmstädter Pharma- und Technologiekonzern Merck baut mit einer Übernahme sein Geschäft mit seltenen Krankheiten aus. Das Dax-Unternehmen übernimmt die britische Biotechfirma Silence Therapeutics. Je US-Aktienhinterlegungsschein zahlt Merck 20 US-Dollar, was die Briten mit 1,1 Milliarden Dollar (rund 980 Mio. Euro) bewertet, wie Merck mitteilte.

„Mit der geplanten Akquisition von Silence Therapeutics wollen wir unsere Kompetenzen erweitern, um noch mehr Menschen mit seltenen Erkrankungen zielgerichtete Behandlungsoptionen zur Verfügung stellen zu können“, sagte Merck-Chef Kai Beckmann.

Silence Therapeutics steht den Angaben zufolge mit dem sogenannten siRNA-Wirkstoff „Divesiran“ zur Behandlung der seltenen Erkrankung Polycythaemia vera (PV) vor dem Einstieg in die entscheidende klinische Studienphase III. Bei PV handelt es sich um eine Form von seltenem Blutkrebs, die durch eine Überproduktion roter Blutkörperchen gekennzeichnet ist und mit einem höheren Sterberisiko einhergehen kann.

Durch die Übernahme komme Merck seinem Ziel, ein führender globaler Anbieter innovativer Spezialmedikamente zu werden, einen großen Schritt näher, sagte Danny Bar-Zohar, Leiter des Healthcare-Geschäfts bei Merck. Mit dem Preis von 20 Dollar je Hinterlegungsschein biete Merck einen Aufpreis von 82 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen 30 Tage, hieß es. Die Übernahme sei von Silence Therapeutics genehmigt und soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Merck finanziert die Übernahme mit neuen Krediten.

19.10. – EU verbessert Schutz vor giftigen Chemikalien bei der Arbeit

Luxemburg (dpa) 11:06 Uhr – Arbeitnehmer in der EU sollen künftig besser vor schädlichen Chemikalien geschützt werden. Die EU-Staaten haben endgültig grünes Licht für strengere Grenzwerte für mehrere Stoffe gegeben, die Krebs oder Asthma auslösen können. Diese Stoffe kommen unter anderem in Batterien für Elektrofahrzeuge vor oder entstehen bei der Stahlproduktion. Die neuen Regeln sollen in den kommenden 40 Jahren rund 1.700 Lungenkrebsfälle und 19.000 andere Erkrankungen verhindern.

Die Grenzwerte legen fest, wie stark Arbeitnehmer diesen Stoffen im Laufe von acht Stunden höchstens ausgesetzt sein dürfen. Für Kobalt und seine anorganischen Verbindungen gelten künftig zwei Werte: 0,01 Milligramm pro Kubikmeter für Partikel, die durch Nase und Mund eingeatmet werden, und 0,0025 Milligramm pro Kubikmeter für feinere Partikel, die tiefer in die Lunge gelangen können.

Mit der Überarbeitung werden zudem Langzeitgrenzwerte für Isopren eingeführt, das in der chemischen Industrie verwendet wird. Isopren erfüllt die Kriterien für ein Karzinogen, also einen Stoff, der die Entstehung von Krebs begünstigen kann. Die Aktualisierung stuft außerdem Schweißrauch als potenziell gesundheitsschädlichen Stoff ein.

Unterhändler des Parlaments und der Mitgliedstaaten hatten sich im Juni auf die neuen Regeln geeinigt. Das Parlament bestätigte sie formell. Die Richtlinie wird nun im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Nachdem sie in Kraft getreten ist, haben die EU-Staaten zwei Jahre Zeit, die Regeln in nationales Recht umzusetzen. Für einige Grenzwerte gelten längere Übergangsfristen.

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